Geschichte

Damals…

Als die heutige Veytaler Ritterschaft entstand, hatte sie ihren Wohnsitz noch auf Burg Satzvey. Burgführungen, Empfang von Gästen des Grafen und helfen auf der Burg gehörte zu den Aufgaben der Satzveyer Ritterschaft, wie sie damals genannt wurde.

Eines Tages besprach Herbert von Störenfried, der damalige Hauptmann, mit der edlen Gräfin der Burg, sich an einem Marsch zu beteiligen, welcher einem guten Zweck dienen sollte. Ein Fußmarsch von Ratingen nach Satzvey, über Düsseldorf, Leverkusen, Köln, Brühl, Weilerswist und Euskirchen. So versprach Herbert von Störenfried der Gräfin, an diesem Heerzug der guten Taten teilzunehmen. In eifriger Handarbeit wurden ein Prangerwagen, welcher noch heute auf der Burg Satzvey zu sehen ist, ein Planwagen und das wichtigste, der Pranger, welcher ebenfalls auf der Burg Satzvey steht, gebaut. Der Pranger diente dazu, die Bürgermeister ein jeder Stadt gefangen zu nehmen und sie für ein wenig Gold wieder auszulösen.

Der Tag der Abreise rückte näher und so wurden die Gerätschaften nach Ratingen geführt. Auch die ersten Ritter begaben sich nach Ratingen. Dort angekommen mussten wir erst einmal auf die Zelte der Satzveyer Ritterschaft warten. Es fing an zu regnen und wir wurden von den Besitzern des einzigen Zeltes, was bereits aufgebaut war, eingeladen uns unterzustellen. Die Besitzer dieses Zeltes waren Norbert Zweipfennig, später von Thule und seine Familie. Nach einiger Zeit kamen dann auch die Zelte der Ritterschaft an und wir bauten nach Sonnenuntergang die Zelte auf um endlich schlafen gehen zu können.

120 km in 5 Tagen waren zu bewältigen und so machten wir uns am nächsten Tag auf und marschierten los. Wir reisten mit den Pferdefuhrwerken über die Autobahnen und nahmen auch eine Fähre über den Rhein nach Zons. Wir hatten Regen, bis alle klitschnass waren und froren, und einen Tag später Sonne und jeder Schritt war anstrengend weil es zu heiß war. Alles in Allen hat es aber viel Spass gemacht.

Jedoch gab es auch Streit. Herbert von Störenfried und der Schwertmeister der Ritterschaft stritten sich wegen der Unordnung und dem Chaos was während dem Heerzug herrschte. Wir wurden von einem Platz zum nächsten geschoben und auch die Städte auf dem Weg des Zuges änderten sich. Nach einigen Wochen nun trat der Schwertmeister aus der Ritterschaft aus. Kurz danach verließ auch der Hauptmann Herbert von Störenfried die Ritterschaft. Man versuchte nun die Ritterschaft aufrecht zu erhalten, jedoch gab es noch einen weiteren Rückschlag. Der Graf von Satzvey hatte mit Herbert von Störenfried ausgehandelt, einen Kellerraum bewohnen zu dürfen. Die Ritterschaft benutzte ihn auch als Treffpunkt. Doch nun war Herbert von Störenfried nicht mehr da und der Graf wollte den Raum zurückhaben. Doch es sollte noch schlechter kommen.

Da wir nun nicht mehr auf der Burg “lebten”, erkannte uns der Graf sein Wappen und den Namen “Satzveyer Ritterschaft” ab. Wir verließen die Burg und versuchten eine neue Burg zu finden, doch ergab sich nichts. Einmal im Monat wurde sich nun bei unserem Vereinshändler Thilo getroffen und beraten wie es weitergehen sollte. Einige Mitglieder waren bereits ausgetreten, aber auch einige hinzugekommen. Wir entschlossen uns weiterzumachen.

Heute…

Der Name der nun entstandenen Ritterschaft fehlte noch und so suchte man nach Möglichkeiten. Die Gräfin Beissel zu Gymnich gab den entscheidenen Vorschlag. Sie hatte dem Händler Thilo und dem jetzigen Hauptmann Thomas von Blockhuis einen Besuch abgestattet um ein wenig zu helfen. Sie machte den Vorschlag, unser Gebiet auszudehnen und so nahmen wir den Namen “Veytal”. Das Veytal umfasst ein relativ großes Gebiet in der Eifel, Satzvey und Katzvey sowie einige andere Orte. Norbert von Thule, der nun der Ritterschaft beigetreten war, erstellte das Wappen. Ein Pferdekopf, im Englischen beim Schach “Knight”(=Ritter) genannt, auf einem weißen Kreis und das Dornenkreuz von Satzvey, da wir uns immer noch mit der Burg Satzvey verbunden fühlten. Der Weiße Kreis und das Dornenkreuz liegen auf schwarzem Grund. Ebenso steuerte Norbert von Thule das erste Zelt in den nun festgelegten Ritterschaftsfarben ,Schwarz-Rot, bei und der Händler Thilo lieh uns notdürftige Zelte für unser erstes Gelage zu Satzvey.

Mit der Zeit wurde aus der recht kleinen Ritterschaft eine große Ritterschaft, die ca. 40 Mann und 8 Zelte, eine komplette Lagerausrüstung und mehrere Baldachine besitzt. Sie geht auf Reisen, zu fremden und bekannten Märkten, um neue Lager kennen zu lernen und alte Gesichter wiederzusehen.

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